Die Vereinsgründung

Bereits im Jahre 1986 wurde bei den Vorüberlegungen für das Dorfjubiläum erwogen, Aussehen und Machart von Volkstrachten, wie sie früher in Nordsteimke getragen wurden, zu erforschen und zumindest im Modell anzufertigen.



Es war ein Glücksfall, dass Susanne von Steimker diese Frage zum Thema ihrer Examensarbeit machen konnte. Zusätzliche Kenntnisse über die Volkstracht des Braunschweiger Landes des 18./19. Jahrhunderts gewann Karin Mahlmann aus Museumsbeständen, aus einzelnen privaten Exemplaren, aus der Fachliteratur und vor allem aus Kontakten zum Vorstand des Landestrachtenverbandes Niedersachsen (LTN).



Bevor jedoch der Entschluss, selbst Trachten nachzuschneidern, gefasst wurde, fand sich im Februar 1987 eine erste Gruppe von acht Ehepaaren zusammen, die unter der Leitung von Christa Volkmann mit der Einübung von Volkstänzen begann. Vor allem alte norddeutsche Bauerntänze schienen für das Dorfjubiläum geeignet zu sein.

Die Freude an den einfachen, leicht zu erlernbaren Formen der Volkstänze, das Erlebnis ihrer starken gemeinschaftsbildenden Wirkung ließ die Gruppe bald auf 30 Mitglieder anwachsen.



Die Teilnahme mehrerer Gruppenmitglieder an Trachten- und Volkstanzveranstaltungen in Uelzen, Scheeßel, Altenmedingen, Bortfeld, Wolfsburg und Salder führte zu dem Beschluss, die erworbenen Trachtenkenntnisse nicht nur im Modell, sondern für die ganze Gruppe originalgetreu nachzuarbeiten.



Im November 1987 traf die Zusage für einen großen finanziellen Zuschuss des Niedersächsischen Ministers für Wissenschaft und Kunst ein. Trotz großer Bereitschaft zu Eigenleistung wäre sonst eine so aufwendige Unternehmung nicht möglich gewesen.

Zusätzlich erhielt die Gruppe Spenden von dritter Seite in dankenswerter Großzügigkeit.

Den ganzen Winter hindurch nähten und stickten die Frauen mit großer Mühe und Ausdauer. Sie wurden fachmännisch unterstützt von den Schneiderinnen Lisa Siebert und Bärbel Labatz.



Eine derart umfangreiche Maßnahme mit Förderung aus öffentlichen Mitteln erforderte jedoch die Gründung eines eigenen Vereins mit förmlicher Eintragung in das Vereinsregister.



Den Vorsitz übernahm Karin Mahlmann mit Christa Volkmann als Stellvertreterin, Schatzmeister war Hans-Werner Griesemann, Schriftführer Peter Rutsch, Beisitzerin Gabriele Sydow, Kassenprüfer waren Werner Meinecke und Hartmut Brandt.

Der Verein gab sich den Namen "De Steinbekers". Er sagt damit, dass er sich der Pflege dörflicher, d.h. Nordsteimker kultureller Traditionen in der Gemeinschaft mit den anderen Vereinen verpflichtet fühlt.



"De Steinbekers" sind in der Region Wolfsburg die erste Volkstanzgruppe, die in Original Braunschweiger Trachten tanzte.