Spanschachteln bemalen

Von alters her dienten Spanschachteln als Behältnisse zur Aufbewahrung von Gegenständen im bäuerlichen Haushalt.

 

Sie wurden in Schachtelmacherwerkstätten überwiegend aus Fichten– und Tannenholz in den waldreichen Gegenden des Thüringer Waldes, des Berchtesgadener Landes, in Österreich und der Schweiz hergestellt.

 

Ihre Seitenwände und Deckelränder, die Zargen, bestehen aus dünnem, biegsamen
Spanholz, die Boden- und Deckelflächen aus etwas stärkeren Platten.

 

In den Braunschweiger Museen sind zahlreiche Spanschachteln mit unterschiedlichen
Motiven je nach Zweck und Funktion aufbewahrt.

 

Neben blanken, nicht bemalten Schachteln für die alltäglichen Dinge gab es auch aufwendig bemalte und gemusterte Schachteln als Behältnisse für Trachtenteile.

Sie waren als „Haubenschachteln“ bekannt.

 

Bei den Steinbekers werden die Rohlinge im Rahmen der Aktionen „Altes Handwerk“ in ovaler oder runder Form selbst angefertigt und mit überlieferten farbigen Motiven oder selbst gezeichneten unterschiedlichen Ranken und stilisierten Blüten bemalt.

 

Trachtenhauben, Dreitimpenhüte, Schultertücher, Seidenbänder und Strümpfe werden darin aufbewahrt.