„Hollschen maaken“ - Holzschuhe machen

Eine bemaßte Abbildung einer Töjebank (Trecke,- Tog- oder Ziehbank) aus dem Buch
„Bäuerliches Hauswesen und Tagwerk im alten Niedersachsen“ von Wilhelm Bomann,
brachte uns 1992 auf die Idee Hollschen (Holzschuhe), wir sie früher in
Nordsteimke getragen wurden, herzustellen.


Diese Töjebank hatte auch eine Einspannvorrichtung zur Herstellung von Holzschuhen.

 

Karlheinz Münzer hat 3 Töjebänke nachgebaut. Für die Herstellung wurden keine Schrauben und Nägel verwendet, alle Teile sind gezapft, gefügt und geleimt. Der
Eisenbolzen, der den Hebel mit der Bank verbindet, ist mit gestauchtem Kopf und
Klappriegel in der hiesigen Schmiede gefertigt worden.

 

Wir verwenden Pappelholz, weil es leicht zu bearbeiten ist. Das als 60mm starke Bohlen aus einem Sägewerk bezogene Holz,  wird im nassen Zustand auf Holzschuhbreite
aufgeschnitten und zum Trocknen luftig gestapelt. Das Leder beziehen wir von
Händlern oder verwenden altes Restleder.


Die Holzsohlen bereiten wir mit Maschinen soweit vor, damit wir die Rohlinge bei unseren Handwerksvorführungen verwenden können. Auch das Leder wird
soweit vorbereitet, dass es nur noch gewässert und aufgezogen werden muss.

 

Da die Zuschauer relativ schnell die Fertigstellung der Hollschen verfolgen können
ist es auch nicht langweilig. Um die Arbeitsschritte der Holzschuhherstellung
in Bild und Text festzuhalten, haben wir ein Paar so hergestellt, wie es früher
ohne Maschinen gemacht wurde.

 

Vom Holzklotz zum Holzschuhpaar benötigt ein Mann einen ganzen Arbeitstag.



Für fast alle Steinbekers sind „Hollschen“ hergestellt worden. Zwei Tänze können wir
auch in „Hollschen“ tanzen.



Das eine oder andere Paar verkaufen wir bei Veranstaltungen auch an interessierte
Zuschauer, die diese noch gern im Garten oder auf dem Hof anziehen.